Winzer

Jochen Kreis - Weingut T. J. Kreis GbR

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„Das Sinnlichste am Wein ist seine Unkompliziertheit“, sagt Jochen Kreis, der das Weingut Kreis gemeinsam mit seiner Familie betreibt. „Bei einem guten Glas Wein kommt man gerne ins Gespräch, auch mit fremden Menschen“, schildert der ausgebildete Weinbautechniker seine Erfahrungen. Schon von Kindesbeinen an hat er die Begeisterung für die Verbindung der Arbeit in der Natur, den Weinbergen und das Keltern von seinen Eltern mitgegeben bekommen. Nun gibt er die Liebe zum Wein selbst mit jedem Weinjahrgang weiter und sorgt so für eine „gute und stets gleichbleibende Weinqualität“. Nach seinem Einstieg ins Familienunternehmen und der damit einhergehenden Herausforderung der Umstrukturierung in eine GbR hat Kreis sich als Ziel gesetzt, zusammen mit anderen Winzern den Rheingauer Riesling „wieder mehr ins Gespräch zu bringen“. Wo ginge das besser als beim anstehenden Wine4Sense-Event? Gar nicht. Denn die dortige unbeschreibliche Stimmung und die Zusammenkunft verschiedener Altersgruppen bei dem Event in der Maschinenhalle auf Schloss Vollrads haben es dem Hallengartener Winzer angetan. Wem ein Probieren beim Wine4Sense nicht reicht, kann im Frühjahr und September nach einer Weinwanderung direkt im Weingut weitere Weine verköstigen. Dazu eignen sich besonders der schöne Gewölbekeller oder die Außenanlage im Herzen des Rheingaus mit einmaligem Blick über die Weinberge bis hinunter zum Rhein.

Thomas Schumacher - Weingut Offenstein Erben

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Im Beruf des Winzers ist es häufiger als sonst, dass der Nachwuchs den Job der Vorfahren mit großer Freude übernimmt. So ist es auch bei Familie Schumacher, deren Weingut bereits in der fünften Generation besteht. Doch was macht die Tätigkeit des Winzers auch heute für junge Menschen so interessant? Für Jungwinzer Thomas Schumacher steht fest: „Es ist spannend, abwechslungsreich und jedes Jahr anders. Es gibt wohl keinen anderen Beruf, bei dem man alle Arbeitsschritte, vom Anbau bis zum Kunden, so direkt beeinflusst.“ Die Brücke zwischen Beruf und Berufung führt logischerweise zu einer weitsichtigen Berufsphilosophie. So auch bei Schumacher, der den nachhaltigen und umweltschonenden Weinbau für die Erzeugung gesunder Trauben als sein Ziel erklärt hat. Auch in Geschmacksfragen lässt sich der Jungwinzer nicht beirren. Schon mal ein Kangaroo-Steak mit einem Barossa Valley Shiraz versucht? Ein dezidierter Gusto, doch auch dahinter steckt eine Philosophie der Sinnlichkeit: „Die Aromatik ist besonders wichtig, denn sie spielt während des Weingenusses die entscheidende Rolle, auch für die Erinnerung an den Wein.“ In jeder noch so langen Familientradition ist jedoch ein Bruch mit dem Althergebrachten programmiert. Für Schumacher bestand darin seine bisher größte Herausforderung: Die Einführung und Rechtfertigung von langem Hefelager, Reife und gezieltem Einsatz von neuen Eichenholzfässern bei Spätburgunder und Riesling. Mit Blick auf die bevorstehende Wine4Sense-Veranstaltung freut sich Schumacher auf eine weitere Ausgabe eines Events, „das im Rheingau bisher fehlte.“ Mit den anderen Jungwinzern will er in diesem Jahr „noch viel mehr junge Menschen begeistern. Sowohl mit den Weinen als auch mit der Party danach.“

Christine Müller - Weingutsverwaltung Schloss Vollrads KG

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Schloss Vollrads ist mehr als „nur“ ein Weingut. Es ist außerdem noch Kulturdenkmal, Restaurant, Tagungsort und Event-Location. Christine Müller arbeitet an diesem traumhaften Ort als Sales Managerin und ist zuständig für Export und Viticulture. Ihre eigene Leidenschaft für Wein will sie auf ihre Kunden übertragen und ihnen den Riesling sinnlich erfahrbar machen. „Wein wird meist in besonderen und entspannten Momenten genossen“, weiß Müller. „Zudem spricht er alle Sinne an: Riechen, schmecken, sehen als direkte Wahrnehmung und hören, wenn es jemandem schmeckt.“ Mit dem Engagement auf Schloss Vollrads ging für die Weinexpertin ein Kindheitswunsch in Erfüllung, immerhin bietet das Weingut eine 800-jährige Vergangenheit. „Schloss Vollrads ist eines der ältesten Weingüter der Welt mit einer unglaublichen Tradition und Historie. Zudem sind das Schloss und die Landschaft darum sehr sehenswert“, sagt Müller. Um den Wohnturm, das Wahrzeichen des Schlosses, liegen historische Gebäudeensembles und natürlich: Weinberge. Auf 80 Hektar werden ausschließlich Riesling-Trauben angebaut. Passend dazu ist Müllers Lieblingswein ein feinherber Riesling Kabinett. „Zum spritzig frischen Riesling mag ich die 70er- und 80er-Musik, die gute Laune macht. Zu gereiften Weinen lieber Klassik.“ Schloss Vollrads möchte ähnlich wie die Wine4Sense-Veranstaltungen Kunst, Kultur, Gastronomie und Wein verbinden. „An der Wine4Sense 2014 gefiel mir besonders die tolle Stimmung und, dass sich alle Altersgruppen bei uns wohlgefühlt haben.“ Diesmal sollen noch mehr Besucher begeistert werden, damit „die Veranstaltung über das Rheingau hinaus bekannt wird“.

Jochen Bug - Winzer von Erbach e.G

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Schon früh kam Jochen Bug mit der Weinbereitung in Berührung und hat sich selbst das Ziel gesetzt, qualitativ hochwertige Weine zu erzeugen, für die er Menschen begeistern kann. Dies dürfte ihm nicht besonders schwer fallen, da er ganz offensichtlich seinen Beruf liebt: „Meine mitreißende Begeisterung schlägt Menschen in ihren Bann und mein Tatendrang lässt mich ständig neue Wege beschreiten“, beschreibt der Jungwinzer selbstbewusst. Jochen ist Teil der im Rheingau liegenden Winzergenossenschaft Erbach, die sich auf die Erzeugung von Riesling und Spätburgunderweinen spezialisiert hat - mit Erfolg. Das kann man unter anderem an einer Aussage des Weinführers „Wein Plus“ erkennen, der über die Winzer von Erbach schreibt, dass sie „zweifellos zu den besten und zuverlässigsten Winzervereinigungen in Deutschland gehören.“ Dass die Winzergenossenschaft so gut ankommt, liegt auch an der sorgfältigen Arbeit auf der rund 32 Hektar großen Rebfläche, die die Basis für hochwertiges Lesegut ist. Für Jochen jedenfalls ist jeder Wein eine „sensorische Abenteuerreise“, was er so auch vermitteln will. Nicht nur deshalb freut er sich darauf, die Freude bei den Gästen des wine4sense-Events zu sehen und zu spüren. Da er schon mehrmals dabei war, konnte er die Entwicklung des Festes über die Jahre zu einer ganz besonderen Veranstaltung verfolgen und ist sich sicher „dass wir eine Veranstaltung geschaffen haben, welche sich auch für die Zukunft etabliert hat.“

Peter Flick - Weingut Klaus Flick

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An dem Beruf des Winzers sieht Peter Flick viele Vorteile. Der Beruf gebe ihm die Möglichkeit, seine Heimat zukunftsfähig zu gestalten, die einzigartige Natur zu bewahren und seine persönlichen Wurzeln in Form von herkunftsgeprägten Weinen Ausdruck zu verleihen. Dazu sagt der Jungwinzer: „Ich lege sehr viel Wert auf meine Heimat und präsentiere gerne mein Weingut in Kombination mit der Natur meiner Weinberge.“ Die 2012er und 2013er Jahrgänge des Weinguts, das die Familie Flick in der fünften Generation betreibt, haben bei der Hessischen Landesweinprämierung Gold- und Silberprämierungen erhalten. Zum Angebot des Weinguts zählen Komplexe mineralische Rieslinge von alten Reben und frische und fruchtige Weine aus seinen Junganlagen, die auf 6 Hektar Rebfläche angebaut werden. Mit diesen Weinen möchte der gelernte Weinbauer seinen Gästen eine Freude bereiten: „Guter Wein ist wie Gaumensex.“ Auch einen Lieblingswein hat Peter: Den 2014er Wickerer Stein (Alte Reben) Riesling Spätlese trocken. Besondere Freude bereiten ihm zufriedene Gäste, die er sich auch auf dem diesjährigen Weinfest Wine4Sense wieder wünscht. Eine große Herausforderung war für Peter Flick die Umstellung der Fasswein-Vermarktung auf qualitätsorientierten Weinbau als Flaschenvermarktung. Er sagt: „Jedes Jahr hat man nur eine Chance, aus den Fehlern des Vorjahres zu lernen.“ Erklärtes Ziel für die Wine4Senses ist es für Peter, seine Weine erfolgreich vermarkten zu können. Für die Zukunft plant er den Neubau des Weinguts 2015/2016.

Julia Seyffardt – Weingut Diefenhardt

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Zwar heißt der Abschluss nun neudeutsch „Bachelor in Weinbau und Oenologie“, doch das Credo „Wir wollen Weine erzeugen, die den Menschen Spaß machen“ bleibt im traditionellen Familienbetrieb des Weinguts Diefenhardt weiter erhalten. Nicht nur Vater Peter Seyffardt, Präsident des Rheingauer Weinbauverbandes, sondern auch Julia Seyffardt selbst sammelte bereits internationale Erfahrung in Stellenbosch sowie Burgund und brachte diese mit nach Martinsthal am Rhein. „In unserem Weingut treffen sich Tradition und Moderne“, erzählt die junge Winzern. Im 17. Jahrhundert wurde der Gewölbekeller erbaut, in dem bis heute Weine in Eichenfässern reifen, aber seit einiger Zeit auch in glänzenden Edelstahltanks produziert werden. Ganz gleich in welches Fass, für die Spitzenweine gelangen nur gesunde, goldgelbe und reife Trauben hinein. Dadurch soll nicht nur der Martinsthaler Langenberg J.D. - auch nach Genuss einer ganzen Flasche - am nächsten Tag keine Reue verspüren lassen. „Selbstverständlich gilt dies genauso für die Spätburgunder Weine, die im Weingut Diefenhardt eine ebenso bedeutende Rolle spielen wie der Riesling“, fügt Julia hinzu. Beim diesjährigen Wine4Sense-Event ist Julia zum ersten Mal vertreten, mit dem Ziel vor allem jungen Leuten ihre Weine näher zu bringen: „Ich möchte ihnen zeigen, dass Wein nicht immer fachsimpeln heißt. Man soll Freude am Weintrinken haben und ganz einfach das trinken, was einem schmeckt.“ Was einem schmeckt, kann man nicht nur bei der Wine4Sense, sondern außerdem in der modern gestalteten Vinothek des Weinguts Diefenhardt probieren.

André Lauqai - Weingut Laquai

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Seitdem André Laquai denken kann, hat er im Weingut seines Vaters und seines Onkels da ausgeholfen, wo er nur konnte. Kein Wunder also, dass der Jungwinzer mittlerweile sogar seinen eigenen Weinberg bestellt: „Mein Ziel ist es, eines Tages das Weingut Laquai zu übernehmen und eigenständig fortzuführen.“ Gründe dafür gibt es genug, denn neben der professionellen Produktion von Wein, Weinbrand und Sekt erweist sich die Lage des Guts als Volltreffer: In einer der schönsten Landschaften Deutschlands, dem Oberen Mittelrheintal, das dem UNESCO Weltkulturerbe angehört, können Trauben von bester Qualität wachsen und reifen. „Mit unserer Philosophie und nachhaltiger Arbeit im Weinberg bringen wir jedes Jahr große Weine hervor“, findet der junge Weinmacher. Im Jahr 1990 übernahmen Gilbert und Gundolf Laquai, nach Abschluss der Technikerschule und des Weinbau-Studiums, das Weingut ihres Vaters. Die Rebfläche hat sich seitdem von 3,5 auf 22 Hektar vergrößert und liegt in Lorch und Rauenthal, wo 1996 aus familiären Gründen die Weinberge des Weingutes Langehof dazu kamen. Der Erweiterung des Weinguts folgte die bauliche Vergrößerung. In den Betriebsgebäuden im Wispertal bei Lorch befinden sich heute die Kelterstation, der Weinausbau, die Abfüllung sowie die Sektkellerei unter einem Dach. Dieses Jahr ist das Weingut Laquai zum ersten Mal beim Wine4Sense-Event dabei, doch die Vorfreude ist jetzt schon gewaltig. Besonders freut sich Laquai auf den Austausch mit den Gästen in gemütlicher Atmosphäre bei guter Musik: „Wir sind gespannt auf die Resonanz und freuen uns, Lorch bei diesem Event vertreten zu dürfen.“

Marcel Dillmann - Weingut Karlo Dillmann

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Markus Jost - Sektkellerei Ohlig

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Jonas Freimuth - Weingut Freimuth

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Florian Prinz - Weingut Prinz

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